Checkers, oder das “englische Damespiel“, wurde vermutlich im Süden Frankreichs im 12. Jahrhundert erfunden. Das erste Buch über Checkers, William Payne’s An Introduction to the Game of Draughts, wurde 1756 veröffentlicht, seitdem sind weit über 100.000 Bücher, Schriften und Zeitschriften darüber erschienen, und seit 1840 finden Weltmeisterschaften statt. Schottische Spieler bestimmten die Szene bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts, seitdem übernahmen die USA die führende Rolle. In fünf Mannschaftskämpfen zwischen den USA und einer gemeinsamen irisch-britischen Mannschaft zwischen 1973 und 2001, gewannen die USA mir einem Gesamtergebnis von 324 Gewinnpartien zu 81 Verlusten bei 595 Remisen.

Mit Anbrechen des Internetzeitalters erfuhr das Spiel zudem auch außerhalb der englischsprachigen Welt  weitere Verbreitung, da die vergleichsweise einfachen Regeln eine einfache Umsetzung auf verschiedene Spieleserver erlaubte.

Wettkampfmäßig ist das Spiel vor allem in den englischsprachigen Ländern die vorherrschende Damespielart, und der speziell für diese Spielart gegründete Weltverband WCDF trat dem Weltdameverband FMJD, der sich als Dachverband für alle Dameabarten versteht, bei.

Seit einigen Jahren wird dieses Spiel auch in Deutschland, wo es schon vom ehemaligen Schachweltmeister Emanuel Lasker in seinem Klassiker „Brettspiele der Völker“ lobend erwähnt wurde, wettkampfmäßig betrieben. Hierzulande ist die Interessengemeinschaft Damespiel in Deutschland (IGDD) der für alle Damespielarten zuständige Verband, der auch eine Sektion für Checkers hat, und regelmäßig Turniere veranstaltet.

 

 

In Turnierspielen wird auf den dunklen Feldern gespielt, aber in vielen Büchern werden die hellen  Felder benutzt, damit man die schwarzen Steine besser erkennen kann.

Wer nun verzweifelt, weil es in Deutschland keine Bretter mit aufgedruckten Feldernummern gibt, dem sei ein einfacher Tipp gegeben: Mit Klebeschildchen auf denen man die Nummern schreibt, die man in der Ecke eines Feldes bequem anbringen kann lässt sich jedes Schachbrett in ein „Checkerboard“ verwandeln, ohne dass man Stifte verwenden muss, mit denen man das Brett womöglich beschädigt.

 

Es sind gerade die einfachen Regeln dieser Damespielart, die schon kleine Kinder verstehen können, und die den Schlüsselreiz des Spieles ausmachen. Man kann sie in dem Satz “Setze auf die schwarzen Felder, und schlage wenn Du kannst!“ zusammenfassen. Trotzdem sind ironischer Weise nur wenige mit den Regeln wirklich ganz vertraut. Hier kommen sie nun:

 

·      Das Brett wird beim spielen, genau wie ein Schachbrett, hingelegt, mit einem schwarzen Feld links unten.

·      Schwarz(!) fängt immer an.

·      Man muss immer schlagen! Es gibt kein Wenn und Aber! (Hat ein Spieler die Wahl, in welche Richtung er schlägt, darf er jede Richtung auswählen, er muss nicht die meisten Steine schlagen!)

·      Einfache Steine dürfen Damen schlagen.

·      Wenn ein Stein die gegnerische Grundreihe erreicht, wird er zur Dame, und damit endet sein Zug. Damen dürfen dann anders als die Steine auch rückwärts schlagen und ziehen, aber ebenso wie die Steine nur ein Feld ziehen, und sie dürfen auch nicht auf ein beliebiges Feld hinter dem geschlagen Stein landen, wie es die „lange Dame“ im Dame 100 Spiel kann, sondern sie bleibt „kurz“.

·      Man gewinnt entweder, indem man alle Steine des Gegners schlägt, oder wenn der Gegner keinen Zug mehr machen kann. Man sagt ‘Wer den letzen Zug macht gewinnt!’